Das Bundesministerium für Justiz veröffentlich regelmäßig Zahlen in Bezug auf den Insass*innenstand in österreichischen Justizanstalten. So auch zum Stichtag 1. Februar 2021.

Die insgesamt 28 österreichischen Justizanstalten samt deren 15 Außenstellen verfügen demnach über eine Belagskapazität von 8.801 Plätzen. Der Insass*innenstand beträgt Anfang Februar 8.470 Personen. Hierzu zählen neben Strafgefangenen, Untergebrachten im Maßnahmenvollzug und Untersuchungshäftlingen weitere 330 Personen, die zu einer Freiheitsstrafe durch eine Verwaltungsbehörde, Finanzbehörde oder ausländische Behörde (so genannte Auslieferungshaft) verurteilt wurden. 756 Personen sind nicht in Justizanstalten untergebracht, sondern in psychiatrischen Krankenhäusern, oder befinden sich im elektronisch überwachten Hausarrest.

Stand der Insass*innen in österreichischen Justizanstalten nach Unterbringungsart. Tortendiagramm

Untergebrachte im Maßnahmenvollzug

Die Zahlen des Justizministeriums weisen für Anfang Februar 1.259 Untergebrachte im Maßnahmenvollzug aus. Das entspricht knapp 15 Prozent aller Insass*innen. In Strafhaft befinden sich 5.378 Personen; weitere 1.503 Personen werden in Untersuchungshaft angehalten.

Frauen in Haft

Der Anteil weiblicher Gefangener an der Gesamtzahl der Insass*innen liegt mit 554 Frauen bei knapp 6,5 Prozent. Zu bedenken ist allerdings, dass gerade die Inhaftierung von Frauen mit besonderen Problemlagen verbunden ist – wie etwa wohnortferne Inhaftierung oder Mutterschaft im Gefängnis, um nur einige zu skizzieren.

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