Über uns

Blickpunkte ist eine zweimonatlich erscheinende Zeitschrift, in der nicht nur Redakteur*innen und Expert*innen über aktuelle Entwicklungen und allgemein relevante Themen zum Straf- und Maßnahmenvollzug schreiben, sondern auch Gefängnisinsass*innen können weiterhin ihre Sicht auf Geschehnisse in der jeweiligen Justizanstalt darstellen. Diese Themen werden von den Untergebrachen und Häftlingen frei gewählt.

Blickpunkte ist unabhängig von politischen Parteien und wendet sich an alle Leser*innen, die sich über Entwicklungen, insbesondere im Maßnahmenvollzug sowie über Geschehnisse in einem Gefängnis aus Sicht von Gefängnisinsass*innen und Expert*innen informieren wollen.

Die Zeitschrift Blickpunkte hält die journalistische Sorgfaltspflicht ein. Fakten und Meinungen müssen für die Leserschaft nachvollziehbar sein. Das wird durch eine transparente Quellenlage gewährleistet.

Mission Statement

Die Zeitschrift Blickpunkte tritt für die Wahrung der Menschenrechte, die Grundsätze der parlamentarischen Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit sowie für Toleranz gegenüber allen ethnischen und religiösen Gemeinschaften ein. Es will das Verständnis für die gesellschaftspolitische Situation von Gefangenen in Österreich schärfen, ausleuchten und kommentieren.

Die Redaktion ist dem Ehrenkodex des Österreichischen Presserats verpflichtet und hat dessen Schiedsgerichtsbarkeit im Beschwerdeverfahren anerkannt.

Entstehung

Das Magazin Blickpunkte wurde 1994 in der Justizanstalt Mittersteig auf Initiative von Justizwache-Kommandant Rudolf Karl ins Leben gerufen. Er wollte eine Arbeitsmöglichkeit für Untergebrachte schaffen, d.h. das Magazin wurde ausschließlich von Gefängnisinsassen gestaltet.

2015 erhielt die Redaktion die „Ehrende Anerkennung“ des Prof-Claus-Gatterer-Preises für sozial engagierten Journalismus. Aufgrund von Zensur und anderen stark einschränkenden Auflagen unterschied es sich massiv von herkömmlichen Magazinen, die am freien Markt in physischer Freiheit der Redaktion entstehen und verkauft werden.

Im Sommer 2016 wurde die Zeitschrift aufgrund eines Erlasses des Justizministeriums in seiner Existenz bedroht, jedoch noch rechtzeitig von der Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug (SiM) übernommen. Der neue Herausgeber hat das Magazin umgestaltet: ursprünglich als Newsletter konzipiert, erscheint es mittlerweile als Zeitschrift, die zweimonatlich veröffentlicht wird.

Seit 2020 werden Bücher zu den Themen Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Gefängnis in der Edition Blickpunkte veröffentlicht.


Die Redaktion

Herausgeber: Markus Drechsler
Chefredaktion: Anna Karrer
Chefin vom Dienst: Jennifer Sommer
Redaktion: Gregor Hartleib, Justina Kaiser, Theo Karapanagiotidis, Philipp Kronberger, Alexander Nofirth, Edith Priesching, Edith Riegler, Sophie Röhrer, Paulina Scheiring, Tamara Sill, Katharina Zwins
Lektorat: Angela Heide, Eva Inführ, Edith Priesching, Katharina Zwins
Layout und Grafik: Markus Drechsler, Elias Fleischer, Alexander Sloyan, Paul Stary, Andrea Trsek
Webdesign: Markus Drechsler
Social Media: Markus Drechsler, Jennifer Sommer, Paul Stary
Newsletter: Jennifer Sommer, Andrea Trsek
Sekretariat und Abo-Verwaltung: Gerhard Klösch
Versand: Christine Haberl, Gabriela Juhasz

Offenlegung gem. § 25 MedienG
Medieninhaber: Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug Postanschrift: Marokkanergasse 25/10, 1030 Wien | Vorstand: Obmann Markus Drechsler, Obmann-Stv. Raoul Warnung, Schriftführerin Scarlett Löscher, Schriftführerin-Stv. Gerhard Klösch, Kassier Thomas Ehrenberger, Kassier-Stv. Danielle Proskar
Vereinszweck: Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Schaffung und den Betrieb einer Selbst- und Interessensvertretung zum österreichischen Maßnahmenvollzug gem § 21 Abs 1 und 2 StGB. Genauso, auch wenn momentan von geringerer Bedeutung, ist der Verein Selbst- und Interessensvertretung von Untergebrachten gem §§ 22 und 23 StGB. Bei einer künftigen Reform und Schaffung eines eigenen Maßnahmenvollzugsgesetzes wird die Vertretung auf die kommenden Gegebenheiten anzupassen sein. Besonders die Selbstvertretungskompetenz von im Maßnahmenvollzug Untergebrachten soll gestärkt werden. Zu diesem Zweck werden Untergebrachte in österreichischen Anstalten besucht, beraten und informiert. Der Verein dient auch als Anlauf- und Beratungsstelle für Angehörige, Freunde, Bekannten von Untergebrachten, und für entlassene Untergebrachte. Ebenso soll die Thematik des Freiheitsentzugs auch nach Beendigung der Strafhaft (bei § 21 Abs 2 StGB) in der Öffentlichkeit thematisiert werden. Diesem Zweck dienen Veröffentlichungen des Vereins und Informationen durch soziale Medien. Weiteres Augenmerk liegt auf den menschenrechtlich relevanten Teil eines präventiven Freiheitsentzugs.
Herausgeber und medienrechtlich verantwortlich: Markus Drechsler, Postanschrift: Marokkanergasse 25/10, 1030 Wien

Relevante Dokumente:
Privacy Statement
Financial Statement 2019
Vereinsstatuten SiM