Das berüchtigte Evin-Gefängnis taucht immer wieder in den Schlagzeilen auf. Wir erzählen die Geschichten derer, die es bereits aus ihrer Gefangenschaft kennen.

In die Medien schafft es das iranische Gefängnis meist durch die große Zahl an politischen Häftlingen, deren Erzählungen von etlichen Verstößen gegen die Menschenrechte zeugen. Zum Einsatz kommt sowohl die körperliche wie auch die weiße Folter, die vorrangig auf die Psyche abzielt.

Das Gefängnis der Liebe

Entstanden ist das Teheraner Evin-Gefängnis 1971 durch den Umbau des einstigen Wohnsitzes von Seyyed Zia’eddin Tabatabai. Er war iranischer Premierminister und Journalist. Nach seinem Tod ging das Anwesen dem iranischen Geheimdienst SAVAK über, der seit 1984 als VEVAK bekannt ist.

Carolina abril fucking with the colt of bilbao in the seb – of cocks with the bodybuilding of cocks buy fliban total fiscoculturismo: bodybuilding: the heavy duty.

Das Wort „Evin“ entstammt zwar der kurdischen Sprache und bedeutet „Liebe“; das Gefängnis wurde allerdings nach einem iranischen Dorf benannt.

In den letzten Jahren wurden zahlreiche iranische Doppelstaatsbürger*innen verhaftet. Betroffen sind vor allem Journalist*innen und Aktivist*innen.

… willkürliche Festnahmen, Inhaftierungen, Misshandlungen und Verweigerung der angemessenen medizinischen Versorgung von Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft oder ausländischer Herkunft.

Diese Zeilen entstammen einem Bericht der Vereinten Nationen über die aktuelle Lage im Iran

Verschärft wird die Situation durch die bevorstehenden Wahlen. Im Juni soll über den nächsten Präsidenten abgestimmt werden. Allerdings werden Bewerber ohne offizielle Begründung abgelehnt. Dem Sieger wird das zweit höchste Amt im Iran übertragen. Ali Khamenei bekleidet als Oberster Führer den wichtigsten Posten.

Aktuell herrscht ein Machtkampf zwischen der Regierung und den Hardlinern, die einen harten politischen Kurses vertreten. Ihnen untersteht auch das Justizwesen. Vor allem hoffen sie, dass Präsident Hassan Rohani und seine Regierung in nächster Zeit keine Erfolge verbuchen können. Dazu zähle etwa die Wiederbelebung des Wiener Atomabkommens.

Darin verpflichtete sich der Iran zur internationalen Kontrolle seiner Atomanlagen. Der Vertrag wurde 2015 in Wien zwischen China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und dem Iran abgeschlossen. Im Zuge dessen stoppten diese Staaten Strafmaßnahmen gegenüber dem Iran.

Die Vereinbarung sollte dafür sorgen, dass der Iran keine atomaren Waffen entwickelt. Teheran stritt solche Vorwürfe ab. 2018 kündigte der ehemalige US-Präsident den Vertrag einseitig auf. Zugleich setzte Trump die Maßnahmen zur Bestrafung Irans fort. Teheran reagierte darauf mit Verstößen gegen die Übereinkunft.

Anadrol para culturismo, anadrol para pre-entrenamiento – registro de perros de servicio kamagra a beginner’s guide to creating the best starter bodybuilding workout – monsta clothing.

Das islamische Regime wird von einer kleinen Minderheit geführt, den Hardlinern. Aber diese Generation an Führern stirbt aus. Die meisten Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht durch hochrangige Politik oder Korruption verdienen, sind keine Reformer*innen oder Fundamentalist*innen, aber Personen, die einen Wechsel sehen wollen.

Kameel Ahmadi über die aktuelle Lage in der Islamischen Republik Iran. In London berichtete er dies der britischen Tageszeitung The Guardian.

Trotzdem sieht Ahmadi einen Hoffnungsschimmer nach Jahren der Härte und Abstrafungen, welche die Menschen in die Knie gezwungen und die Wirtschaft gelähmt habe. Er betont, dass die iranische Bevölkerung und die Opposition gehört werden sollen, wenn die politischen Verhandlungen wiederaufgenommen werden.

Konflikt und Fanatismus brachte noch nie etwas Gutes hervor, und das sage ich aus persönlicher Erfahrung.

Ahmadi im Gespräch mit der britischen Zeitung The Guardian

Gegenwärtige Erfahrungen

Kameel Ahmadi entfloh dem Evin-Gefängnis. Gegen Kaution war er vorerst aus der Haft entlassen worden. Die Gelegenheit nutzt er, um den Fängen des iranischen Justizsystems zu entkommen. Ihm drohten neun Jahre und drei Monate Haft.

Er überquerte die Landesgrenze trotz Nebels und anderthalb Meter tiefen Schnees. Ahmadi gelang die Flucht nach London, obwohl das Personal der Grenzwache erst kürzlich aufgestockt wurde. Veranlasst wurde der Schritt nach der Ermordung des „Vaters des iranischen Atomprogramms“. Mohsen Fachrisadeh war letztes Jahr bei einem gezielten Anschlag in Teheran ums Leben gekommen.

Der britisch-iranische Anthropologe deckte auf, wie weit verbreitet die Verstümmelung weiblicher Genitalien (FGM) im Iran ist. Die Kehrseite seiner Arbeit spürte er bereits vor seiner Verhaftung. Er wurde etwa von Veranstaltungen ausgeschlossen, oder diese wurden kurzfristig abgesagt.

Ahmadi wurde am 11. August 2019 durch die Iranische Revolutionsgarde festgenommen, als er von einer Konferenz der Vereinten Nationen zurückkehrte. Er nahm daran als Experte für FGM und Kinderehen teil. Seine Vermutung für den Grund der Verhaftung: einerseits seine Forschungsarbeit, andererseits eine Vergeltungsmaßnahme gegen Großbritannien. Die britische Marine half im Juli 2019 bei der Festsetzung eines Tankers. Es wurde befürchtet, dass der Iran gegen EU-Maßnahmen verstoße und Syrien mit Öl beliefere. Als das Schiff wieder freigegeben wurde, soll sich ein Vernehmungsbeamter bei Ahmadi dafür bedankt haben.

Es gibt kein natürliches Licht, und ein Fenster in der Haftraumtür öffnet sich, durch das sie dein Essen reichen. Das ist dein einziger Kontakt mit der Außenwelt. Es ist unglaublich still, und du wirst einfach verrückt. Du weißt nicht, wie spät es ist, und du weißt nicht, was als Nächstes passiert.

Ahmadi über sein erstes Monat im Evin-Gefängnis

Fast 100 Tage verbrachte er in Isolationshaft, bevor er gegen Kaution freikam. Seine Schilderung des Verhörs, bei dem ihm kein Rechtsbeistand gewährt wurde: „Es ist traurig, dass du mehr befragt werden möchtest, weil es der einzige Weg ist, um mit einem anderen Menschen zu kommunizieren.“

Im November 2020 wurde Ahmadi unter anderem angeklagt, sich mit ausländischen Mächten gegen den Iran verschworen zu haben. Zusätzlich zur Haftstrafe fasste er eine Geldstrafe von 600.000 Euro aus. Die offiziellen Gründe für seine Verurteilung: Versuche, das Alter von Kinderehen zu erhöhen, Homosexualität zu fördern und in Kontakt mit ausländischen Mächten zu stehen. Im Iran ist es Kindern ab neun Jahren erlaubt zu heiraten, sofern Eltern und Gericht zustimmen. Zudem bezeichnete der Richter das Anheben des heiratsfähigen Alters als feindliche Strategie, um das Familiensystem zu schwächen und ruinieren.

Und er führte aus, Ahmadi besuchte bei seinem Studium Kurse, die von staatsgefährdenden Einrichtungen und Zentren für Geheimdienste organisiert wurden. Er ergänzte: „Es könnte sein, dass Spionagedienste in Personen wie Kameel Ahmadi investieren, sie ausbilden und trainieren, um die Islamische Republik Iran in einigen Jahren zu durchdringen.“

Zum Zeitpunkt seiner Flucht stand der Ausgang Ahmedis Berufung noch nicht fest. Allerdings setzte er nicht viel Hoffnung in das Ergebnis. Er begründete dies, mit der politischen Motivation, die hinter seiner Verhaftung steckte. Er behielt Recht: Im Februar 2021 wurde trotz seiner Abwesenheit das erste Urteil bestätigt.

Es wurden auch Stimmen laut, die behaupteten, Ahmadis Geschichte sei noch umfangreicher. Wenige Tage vor seinem Verfahren wurde ihm sexueller Missbrauch vorgeworfen. Damals nahm im Iran die #MeToo-Bewegung Fahrt auf. Der Hashtag #MeToo brach eine Debatte über Sexismus und Machtmissbrauch los. Nun kursiert die Behauptung, dass ihm diese Vorwürfe zur Flucht verleiteten. Ahmadi streitet dies ab.

Nachdem immer mehr Anschuldigungen zutage traten, reagierte er in den sozialen Netzwerken. Ahmadi entschuldigte sich für „Fehler“ am Arbeitsplatz und seine „entspannte Haltung gegenüber Beziehungen“. Der Post wurde kurze Zeit später wieder gelöscht. Die Zukunft wird weisen, was hinter den Vorwürfen steckt.

Nahid Taghavi befindet sich seit dem 16. Oktober 2020 hinter iranischen Gittern.
Foto: privat

Nahid Taghavi sitzt seit Mitte Oktober im Evin-Gefängnis in Isolationshaft. Der Anlass ihrer Inhaftierung ist noch immer nicht bekannt. Die deutsch-iranische Architektin werde aus „Sicherheitsgründen“ festgehalten, erklärt die iranische Justizbehörde. Generell gelangen kaum Informationen an die Öffentlichkeit.

Taghavis Familie erfuhr erst durch die Erzählungen ihrer Nachbarn von der Festnahme. Danach verstrichen weitere 12 Tage, bis Taghavi ihren Bruder anrufen durfte. Das Telefonat dauerte keine 60 Sekunden.

Es wird vermutet, dass sie für politische Verhandlungen oder den Austausch von Gefangenen herhalten soll. Expert*innen belegen dies mit ähnlichen Fällen, in denen Anklagen erst nach der Festnahme erdacht wurden. Außerdem berichten Gefangene immer wieder, gefoltert zu werden, damit sie daraufhin ihre Schuld eingestehen.

Der zuständige Richter Haji Moradi teilte mit, dass ein Gerichtsprozess erst stattfinden werde, wenn Taghavi ihre Anklagen bestätige. Moradi erklärte auch, dass nur bestimmten Anwälte ihre Akten einsehen dürfen. Es hieß, die Jurist*innen benötigen das Vertrauen der Regierung.

Taghavi leidet unter gesundheitlichen Problemen:
Diabetes und Bluthochdruck machen ihr zu schaffen.
Foto: privat

Am 24. Jänner 2021, dem 100. Tag ihres Haftaufenthalts, durfte sie von ihren Brüdern besucht werden. Während des etwa halbstündigen Gesprächs waren Angehörige der Iranischen Revolutionsgarde anwesend. Nach der Unterhaltung wurden ihr die Augen verbunden. Ein Wächter führte sie ab.

Die Deutsch-Iranerin leidet an Diabetes und Bluthochdruck. Für die 66-Jährige stellt auch COVID-19 eine erhöhte Gefahr dar. Ihre Zukunft ist ungewiss. Möglicherweise erzielen deutsche Diplomat*innen noch einen Durchbruch, der zu ihrer Entlassung führt. Ihre Tochter Mariam Claren fordert gemeinsam mit Amnesty International die Freilassung Taghavis.

Kamran Ghaderi verspürte bereits im Dezember Anzeichen einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Ein Test blieb dem österreichisch-iranischen Geschäftsmann verwehrt. Ghaderi ist generell gesundheitlich angeschlagen. In seinem linken Bein wächst ein Tumor.

Ghaderi wurde am 2. Jänner 2016 festgenommen. Etwa vier Monate lang durfte er seine Familie nicht kontaktieren. Ein einziger Anruf wurde ihm gestattet, damit seine Frau ein Lebenszeichen von ihm erhält. Während seines Verhörs behaupteten die Behörden, sein Bruder und seine Mutter seien in Haft. Sie würden erst freikommen, wenn er die vorgefertigten „Geständnisse“ unterschreibe. Dadurch beschuldigte er sich der Spionage für Österreich und die USA. Erst als ihn seine Mutter besuchen durfte, fand er heraus, dass seine Angehörigen nicht im Gefängnis waren.

Kamran Ghaderi verbüßt seine Haftstrafe in Teheran, nachdem er zu einem Geständnis gezwungen wurde.
Foto: privat

Zu Beginn war er in der Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses untergebracht. Dem Trakt 209 gilt besonderes Augenmerk, denn er untersteht dem iranischen Geheimdienst, der auch als Ministerium für Nachrichtenwesen bekannt ist. Ghaderis Beschreibung der dortigen Umstände:

Die Zelle war zirka 1,5 Meter lang. Es gab weder ein Bett noch ein Fenster. Er schlief auf einem dünnen Teppich. Nach knapp einem Jahr wurde er in eine andere Zelle im Trakt 209 übersiedelt. Im Zuge einer weiteren Verlegung kam er in eine andere Abteilung. Ghaderi kam in einen etwa 25 Quadratmeter großen Haftraum, den er sich seither mit rund 16 Zellengenossen teilt. Zudem gibt es ein Problem mit Ratten, Kakerlaken und Wanzen.

Anfangs konnte Ghaderi über ein halbes Jahr lang keine Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Lediglich zwei Tag vor Prozessbeginn traf er seinen Anwalt. Schlussendlich fasste er zehn Jahre Haft aus. Er ging in Berufung. Allerdings wurde der Schuldspruch bestätigt. Daraufhin reichte er einen Antrag auf gerichtliche Überprüfung ein. Dieser wurde zurückgewiesen.

Massud Mossaheb ist ein Zellengenosse Ghaderis. Auch er wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. In seinem Fall, wegen angeblicher Spionage für Deutschland und den israelischen Geheimdienst Mossad.

Massud Mossahebs gesundheitlicher Zustand lässt zu wünschen übrig.
Das ist vor allem der schlechten medizinischen Versorgung geschuldet.
Foto: privat

Mossaheb wurde ebenso gefoltert. Der iranische Geheimdienst nahm ihn fest und ließ ihn anfangs nicht einschlafen. Seinem Verhör wohnte kein Anwalt bei. Zudem hieß es, wenn er seine Signatur unter zwei Dokumente setze, werde er freigelassen und könne wieder nach Österreich. Seine Unterschrift brachte ihn allerdings in die Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses. Dort wurde ihm mit Peitschenhieben gedroht. Außerdem mangelte es einer medizinischen Versorgung.

Auch außerhalb des Trakts 209 verschlechtert sich Mossahebs gesundheitlicher Zustand. Der 74-Jährige kämpft unter anderem mit einer Funktionsschwäche des Herzen und der Nieren. Zudem leidet er unter Bluthochdruck und Diabetes. Täglich muss er Medikamente einnehmen. Eine medizinische Behandlung ist ebenso ausständig. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus brachte er wahrscheinlich schon hinter sich. Damals wurde ihm ein Test verweigert.

Amnesty International fordert die Freilassung von Kamran Ghaderi und Massud Mossaheb. Hierzu können auch mehrere Aktionen unterstützt werden. Zu finden sind diese vor allem im Internet.

Erfahrungen mit Geschichte

Mein Name ist Maziar Bahari. Ich bin Filmemacher und Journalist. Ich schreibe für das Magazin Newsweek. Und ich nahm teil − physisch teil − an vier illegalen Demonstrationen.

Bahari wurde gezwungen, dieses Geständnis im Fernsehen abzulegen.

Maziar Bahari wurde am Morgen des 21. Juni 2009 festgenommen. Damit fiel seine Verhaftung mitten in die Proteste gegen den umstrittenen Ausgang der Präsidentschaftswahl. Während seines Verhörs wurde ihm vorgeworfen, für mindestens vier Nachrichtendienste zu arbeiten: CIA, Mossad, MI6 und Newsweek. Für die US-amerikanischen Zeitschrift Newsweek schrieb er tatsächlich. Außerdem hieß es, er leite ausländische Medien im Iran, und er sei ein Spion dieser Medien, da er Informationen über Irans Grenzen hinweg verkaufe.

Zudem holte ihn seine berufliche Vergangenheit ein. Einerseits trat er in einer satirischen Fernsehshow auf, in der er von Jason Jones interviewt wurde. Im Zuge der Sendung war dieser als Spion verkleidet. Andererseits hatte Bahari auch einen Film über den Holocaust produziert. Daraufhin wurde ihm vorgeworfen, auf einer zionistischen Mission zu sein. Er ziele auf einen jüdischen Nationalstaat in Palästina ab.

Das ist das Ende Ihres Lebens. Das ist Ihr Ende.

Einer der Sätze, die während Baharis Verhör fielen.

Nach mehreren Tagen körperlicher und geistiger Misshandlung sowie Androhung einer Hinrichtung folgte sein Geständnis. Es wurde auch im Fernsehen ausgestrahlt. Der persisch-kanadische Journalist und Filmemacher wurde gezwungen, von westlichen Report*innen zu berichten, die als Spion*innen arbeiten. Bahari musste sich auch der Vorbereitung einer Revolution beschuldigen.

Nach 118 Tagen in Haft wurde er gegen eine Kaution von 300.000 Dollar freigelassen. Daraufhin verließ er den Iran. Trotz seiner Abwesenheit wurde er vom Islamischen Revolutionsgericht zu 13,5 Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt.

Bereits in den 1950er-Jahren war sein Vater inhaftiert worden. Maziar Baharis Schwester musste in den 80ern gesiebte Luft atmen. Damit ist er in seiner Familie nicht der Einzige, der von seiner Zeit hinter Gittern berichten kann. Allerdings veröffentlichte er seine niedergeschriebene Geschichte. Das Buch wurde zu einem Bestseller und zur Basis des Filmdramas Rosewater.

Damit ist das Evin-Gefängnis nicht nur Schauplatz von Menschenrechts-verletzungen, sondern auch eines Films. Gedreht wurde das politische Drama jedoch nicht in Teheran, da das Ablichten des Gefängnis unter Strafe steht. Zahra Kazemis Geschichte zeigt auf, welche Folgen das haben kann.

Zahra Kazemi reiste 2003 nach Teheran, um die damaligen Demonstrationen mit der Kamera einzufangen. Als etwa 4.000 Student*innen „verschwanden“, lag die Vermutung nahe, dass diese verhaftet und ins Evin-Gefängnis gebracht wurden. Wie üblich, versammelten sich daraufhin Angehörige vor den Mauern des Gefängnisses. Auch Kazemi fand sich dort ein, um Fotos der Angehörigen zu schießen. Trotz eines nationalen Presseausweises wurde die iranisch-kanadische Fotojournalistin festgenommen. Iranische Zeitungen berichteten, sie sei eine Spionin.

Kurze Zeit später verstarb sie in Haft. Laut iranischen Behörden galt ein Schlaganfall als Todesursache. Allerdings wurden bei der Untersuchung ihres Leichnams klare Spuren von Übergriffen festgestellt.

Bild: A.Nofirth/BP

Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen …
Ein Ende ist nicht absehbar. Was jedoch bleibt, ist die Hoffnung. Die Hoffnung darauf, dass den Menschenrechten die Bedeutung zuteilwird, die ihnen eigentlich zustünde.

Kommentar verfassen